top of page

SEPTEMBERLESE, DIE ZWANZIGSTE

19. und 20. September 2026

Lesung, Musik und Wein - das verspricht das Konzept der Septemberlese seit mittlerweile 20 Jahren. An zwei Tagen können Sie sich an erstklassiger österreichischer Literatur und kongenialer Musik erfreuen. Auch der Wein, als Aushängeschild der Stadt Langenlois, spielt eine wesentliche Rolle: Vor und nach den Lesungen kann verkostet und gefachsimpelt werden.
Seitenweise Lesefreude verspricht das intime und fesselnde Festival im September.

Ermäßigung für Ö1 Abonnent:innen: -10 % Rabatt. Direkt im Büro KulturLangenlois zu erwerben.

Septemberlese26_Webseite.jpg

DIE WICHTIGSTEN INFOS VORAB

Das Literaturfestival Septemberlese ist ein Wanderfestival an vier Stationen, die bequem zu Fuß erreichbar sind. Die drei Samstags-Stationen sind unmittelbar voneinander entfernt — der Fußweg beträgt ca. 10 Minuten. Am Sonntag gibt es die Möglichkeit um 11:00 Uhr gemeinsam vom LOISIUM Hotel den Weinweg entlang bis zum Riedenportrait zu spazieren. Optional gibt es auch Parkmöglichkeiten vor Ort oder ein Shuttle vom Hotel zur Location. Die Tickets beinhalten das im Folder angeführte Literatur- und Musikprogramm. Für den Weingenuss und kleine Snacks sorgen das Weingut Steininger und das Weingut Kroneder.

SAMSTAG, 19. SEPTEMBER 2026

18:00, HOF NIDETZKY

LESUNG KATHERINA BRASCHEL

​-- PAUSE --​

19:30, HOF 10-ER HAUS

LESUNG CORNELIA TRAVNICEK

-- PAUSE --

21:00, BASILIKA STEININGER LOISIUM WEINWELT

LESUNG CLAUDIA ROSSBACHER

MUSIKALISCHE BEGLEITUNG DURCH DIE ZWANZIGSTE SEPTEMBERLESE

FRANZISKA HATZ UND ANDREA FRÄNZEL

SONNTAG, 20. SEPTEMBER 2026

11.30 UHR, RIEDENPORTRAIT AM WEINWEG

KONZERT DIE STROTTERN

LOCATIONS:
HOF NIDETZKY
Walterstraße 4, 3550 Langenlois
Outdoor Location | bei Schlechtwetter Basilika Loisium


HOF 10-ER HAUS
Walterstraße 10, 3550 Langenlois
Outdoor Location | bei Schlechtwetter Basilika Loisium


BASILIKA STEININGER LOISIUM WEINWELT
Loisium-Allee 1, 3550 Langenlois


RIEDENPORTRAIT AM WEINWEG
Treffpunkt LOISIUM Hotel, halbstündige Wanderung
Outdoor Location | bei Schlechtwetter Basilika Loisium

marie-1733.jpg

Seitenweise

Lesefreude

DIE AUTOR:INNEN

BRASCHEL, Katherina (Aleksandra Pawloff) SW.png

© Aleksandra Pawloff

KATHERINA BRASCHEL

Die 1992 in Salzburg geborene Autorin hatTheater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien studiert und lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Wien. Katherina Braschel ist zudem Kulturveranstalterin, Redaktionsmitglied zweier Literaturzeitschriften und gibt Schreibworkshops. 2024 war sie Writer-in-Residence der Max Kade Foundation an der Bowling Green State University in Ohio (USA). Sie hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, u. a. den Förderpreis der Rauriser Literaturtage (2019),  den WORTMELDUNGEN-Förderpreis (2019) und den Limburg-Preis (2022). 2020 publizierte sie den experimentellen Band „es fehlt viel“. „Heim holen“ ist ihr erster Roman, erschienen 2026 im Residenz Verlag.

 

HEIM HOLEN

Familienhistorische Recherche und Erinnerung verwebt Katherina Braschel zu einem zart erzählten Debütroman, der radikale Fragen stellt.

Aufgewachsen ist Lina, ein Kind der 1990er, in einer Welt, die aus der Zeit gefallen scheint: in einer donauschwäbischen Gemeinschaft, die sich nach Vertreibung und Flucht in Salzburg angesiedelt und ihr traditionelles Leben nach 1945 dort fortgesetzt hat. Als Lina eines Abends von der SS-Mitgliedschaft ihres Großvaters erfährt, beginnt sie, nach Antworten jenseits der großen Opfererzählung zu suchen. Zerrissen zwischen der Liebe zu ihren verstorbenen Großeltern und ihrer eigenen Politisierung, will sie erstmals das Schweigen brechen. Getragen von ihren engen Freund*innen stellt sich Lina ihrer Familiengeschichte und bricht zu einer Recherche auf, die sie bis nach Belgrad führen wird. Als sie endlich auch die Konfrontation mit ihrer Mutter sucht, wird das zur Zerreißprobe …

„Mit ihrem Roman ist es Braschel gelungen einen differenzierten Blick auf eine Volksgruppe zu werfen, die in den Geschichtsbüchern bislang nur mangelhaft dokumentiert wurde.“

(Alice Pfitzner-Manjić, ORF)

„Es ist der Umgang mit diesen Fragen und nicht die Antwort darauf, die Braschel ins Zentrum von ‚Heim holen‘ gestellt hat.“

(Wolfgang Huber-Lang, APA)

 

www.katherinabraschel.com

TRAVNICEK, Cornelia (Paul Feuersänger) SW.png

© Paul Feuersänger

CORNELIA TRAVNICEK

Die Autorin wurde 1987 geboren und lebt in Niederösterreich. Studium der Sinologie und Informatik, arbeitet als Researcher in einem Zentrum für Virtual

Reality und Visualisierung. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet. 2012 erschien mit großem Erfolg ihr Debütroman „Chucks“, der 2015 verfilmt wurde. Im Picus Verlag wurden ihr Roman „Feenstaub“ (2020) sowie drei Kinderbücher publiziert, zuletzt „Henne Jenne“ (2025, illustriert von Raffaela Schöbitz). 2026 erschien ebendort ihr neuer Roman „Ich erzähle von meinen Beinen“.

ICH ERZÄHLE VON MEINEN BEINEN

Lebst du noch oder ist es schon ADHS …? Cornelia Travnicek erzählt in ihrem neuen Roman mit Humor und Leichtigkeit vom Chaos im Kopf und setzt ein wichtiges gesellschaftliches Thema literarisch überzeugend in Szene: Frauenleben zwischen Mental Load, Burnout und Neurodivergenz-Diagnose.

Wallys Familie funktioniert. Meistens. Ihr Mann, ihre Tochter, das Haus, die Laufenten: Wally hat scheinbar alles im Griff. Oder eben nicht. Denn warum fühlt sich ihr Alltag wie ein Balance-Akt mit gleichzeitiger Jonglier-Einlage an? Bei ihrer Tochter wurde ADHS diagnostiziert – doch wie ist das mit Wallys eigener Unkonzentriertheit, ihrem Unvermögen, Begonnenes abzuschließen, ihrer Hyperaktivität? Den irrationalen Ängsten und kleinen Neurosen? Was ihr Mann nicht weiß: Wally nimmt die Tabletten ihrer Tochter selbst, ihr gibt sie stattdessen harmlose Vitamine. Was Wally nicht weiß: Ihre Tochter gibt die Tabletten auf dem Schulhof weiter, was auch nicht folgenlos bleibt … Wally scheint zunehmend die Kontrolle über ihr Leben zu entgleiten. Und über ihren Körper. Beim Gehen muss sie sich ständig auf ihre Beine konzentrieren – und was passiert, wenn sie einschläft und auf das Atmen vergisst …? Bis sie eines Tages zusammenbricht und sich im Krankenhaus wiederfindet. Und dann kommt auch noch das Hochwasser. Oder war es umgekehrt?

Wie sich das Leben mit Neurodivergenz anfühlt – manchmal irre, manchmal schlicht verstörend und manchmal einfach unfassbar komisch – verarbeitet Cornelia Travnicek, gespeist aus eigener Erfahrung, eindrucksvoll zu einem literarisch raffinierten Roman, der zeigt, wie fließend die Grenzen zwischen dem täglichen Leben und dem Durchdrehen sind. Einerseits. Und andererseits, dass selbst bei maximaler Überforderung Erlösung möglich ist.

 

 

Cornelia Travniceks schonungsloser Roman „Ich erzähle von meinen Beinen“ handelt von den Kipppunkten im Leben.

(Irina Kilimnik / Die Presse)

www.corneliatravnicek.com

ROSSBACHER, Claudia (Lucija Novak) SW.png

© Lucija Novak

CLAUDIA ROSSBACHER

Die Autorin Claudia Rossbacher wurde in Wien geboren. Nach einem Tourismusstudium war sie Model, Werbetexterin und Kreativdirektorin, bevor sie sich der Schriftstellerei zuwandte. Ihre Steirerkrimis waren allesamt Bestseller in Österreich und dienen als literarische Vorlagen für die erfolgreichen TV-Filme, die im ORF als steirische „Landkrimis“, in der ARD als „Steirerkrimis“ ausgestrahlt werden. Die Wahlsteirerin durfte sich über zahlreiche Auszeichnungen wie den „Buchliebling“, „Bacchus-Preis“, „Fine Crime Award“, das „Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark“, „Platinbuch“ und den „Josef Krainer-Heimatpreis für Literatur“ freuen. Zudem fungiert sie ehrenamtlich als „Steiermark-Botschafterin mit Herz“.

Mehr als 500.000 Exemplare ihrer „Steirerkrimis“ wurden verkauft, jeweils rund 6,5 Millionen Zuschauer sehen die Verfilmungen auf ORF und ZDF – vier neue Filme sind alleine bis Ende 2026 geplant.

Zuletzt erschien 2026 bei Gmeiner mit „Steirerzwist“ der bereits 15. Band der  Steirerkrimis. 

 

STEIRERZWIST

Im 15. Fall der beliebten Steirerkrimireihe ermitteln Sandra Mohr und Sascha Bergmann erstmals in Graz. Sandra Mohr kehrt aus dem Urlaub ins LKA Steiermark zurück, als sie schlechte Nachrichten erreichen. Ihr Halbbruder meldet sich nach jahrelanger Funkstille, um ihr mitzuteilen, dass ihre Mutter verstorben ist. Chefinspektor Sascha Bergmann berichtet von einem Leichenfund in Graz. Am Einsatzort stellt Sandra fest, dass sie die Joggerin, die mit durchtrennter Kehle aus der Mur geborgen wurde, flüchtig kannte. Noch ehe die Ermittlungen um die ermordete Hoteldirektorin Fahrt aufnehmen, wird die Leiche eines Obdachlosen mit der gleichen tödlichen Verletzung unter einer nahen Brücke gefunden. Wurde die Frau beim Joggen zufällig zur Zeugin eines Mordes im Obdachlosenmilieu – nicht der erste in diesem Jahr – und musste deshalb sterben? Als sich herausstellt, dass sie zuletzt anonym bedroht wurde, nimmt der Fall eine Wendung, und auch Sandra gerät ins Visier eines unbekannten Stalkers. Handelt es sich um denselben Täter, der das Opfer belästigt hat? Oder steckt jemand anderer dahinter, der ihr Angst einjagen will?

„Die Steirerkrimis sind meine Bestimmung, sie sind was meine Leserinnen und Leser wollen.“

(Claudia Rossbacher)

www.claudia-rossbacher.com

DIE MUSIK

HATZ, Franziska (Stephan Mussil) SW.png

© Stephan Mussil

FRANZISKA HATZ

Franziska Hatz begann im zarten Alter von sechs Jahren mit klassischem Akkordeonunterricht. Mit 16 übernahm sie bereits die Leitung von Jugendchören und veranstaltete Gospelworkshops. Seit 2024 hat Franziska Hatz mit Lisa Reimitz-Wachberger die Intendanz in Form einer CO-Festivalleitung beim Internationalen Akkordeonfestival, beim KlezMORE Festival und beim Musikalischen Adventkalender übernommen.

Dazwischen liegen unzählige Konzerte in unterschiedlichen Formationen auf der ganzen Welt, u.a. in Ägypten, Tadschikistan und Kazachstan.

www.franziskahatz.at

 

 

ANDREA FRÄNZEL

Andrea Fränzel ist eine versierte Gitarristin, E- und Kontrabassistin, die sich mühelos in und zwischen Pop, Jazz und World Music bewegt.

Sie spielt in den unterschiedlichsten Formationen, u. a. mit Franziska Hatz bei „Großmütterchen Hatz“, beim „Mundharmonika Quartett Austria“, bei „Die Sistas“, bei „Satuo“, bei „Luisa Specht“, bei „Donaukrach“ sowie bei „Sounds of Dea“.

 

 

Gemeinsam mit Richie Winkler (Klarinette / Saxophon / Keyboard) und Sasa Nikolic (Schlagzeug) spielen Franziska Hatz und Andrea Fränzel bei „Großmütterchen Hatz“.

 

„Jazz mit Witz und ansteckende Freude an feuriger Musik von Balkan bis Klezmer hat Großmütterchen Hatz in Windeseile zu Publikumslieblingen gemacht.“

(Johann Kneihs Ö1 JAZZ_TIME)

www.andreafraenzel.com

FRÄNZEL, Andrea (Stephan Mussil) SW.png

© Stephan Mussil

DIE STROTTERN (Peter Mayr) SW.png

© Peter Mayr

DIE STROTTERN

Der Altwiener Ausdruck „Strotter“ steht für „Gauner, Landstreicher, Strauchdieb, Gelegenheitserwerb Suchender“. Im Wiener Mundartwörterbuch steht auch: „Die nach Verwertbarem suchen“. Und das machen „Die Strottern“ im mehr oder weniger reichen Wiener Liedschatz. Und wenn sie nichts finden, dann singen sie eben ihre eigenen Lieder.

 

Das Wienerlied ist in einem Schmelztiegel von Nationen entstanden. Das macht es so reich an musikalischen Einflüssen: Volksmusik, Theaterlied, französische Walzer, die Musik des Balkans. „Die Strottern“ verarbeiten neben der Wiener Tradition zeitgenössische Musiksprachen wie Jazz, Pop und Weltmusik. Natürlich bildet der Walzer, der Puls der Stadt, das Fundament der meisten Strottern-Lieder. Mal im 3/4-Takt elegant tanzend, dann wieder trunken torkelnd, zielen „Die Strottern“ mit ihren süffigen Melodien mitten ins Herz des Publikums, immer an der messerscharfen Grenze von tief empfundener Kunst und Schmachtfetzen entlang wandelnd. Dann gibt es wieder einen schroff-dadaistischen Freejazz-Ausbruch und schon ist der musikalische Mischmasch angerührt, der „Die Strottern“ jenseits aller Genregrenzen und Stilrichtungen heimisch macht. Und so spielen sie seit dreißig Jahren auch auf Bühnen aller Art: von Klassikfestivals über Kleinkunstkeller bis zu Weltmusikbühnen und Jazzclubs.

Zahlreiche Tonträger sind in den Jahren entstanden, zuletzt 2025 gemeinsam mit der JazzWerkstatt Wien „Sieben Zwetschken“. 

 

Mit „Sieben Zwetschken“ haben „Die Strottern & JazzWerkstatt Wien“ ein komplexes Album geschaffen, das jedoch zu keinem Zeitpunkt überladen wirkt. Es spielt mit Textpassagen und Gedanken und malt dadurch bildstarke, musikalische Geschichten, die sich durch das gesamte Album ziehen. „Sieben Zwetschken“ ist ein gelungenes Gesamtkunstwerk und lässt auf eine baldige, erneute Zusammenarbeit der beiden Truppen hoffen.

(Ylva Hintersteiner / mica)

 

www.diestrottern.at

MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG:

Unbenannt-1.png
bottom of page